Was wir sind und was wir nicht sind

Posted in Uncategorized on Januar 12, 2009 by archivkr

Was wir sind und was wir nicht sind

Die Barrikade ist eine Streitschrift für Anarchosyndikalismus, Unionismus und revolutionären Syndikalismus – eine Theorie-Zeitschrift gewissermaßen. Klar ist dabei, daß wir anarcho-syndikalistische und libertär-rätekommunistische Position vertreten.

Die Barrikade-Prinzipien sind

  • Grundsätzliche Ablehnung des nach-faschistischen Arbeitsrechts und der damit einhergehenden Regelementierung und Unterdrückung revolutionärer Betriebsarbeit, Gewerkschaften und der Arbeiterbewegung durch ein sozialpartnerschaftliches Betriebsverfassungsgesetz, Tarif-, Arbeits- und nachgeordnetes repressives Sozialrecht.
  • Grundsätzliche Ablehnung von Betriebsrats-Arbeit und Abschluß von friedenspflichtigen Tarifverträgen, dagegen setzen wir gewerkschaftliche Betriebsgruppen, revolutionäre Vertrauens- oder Obleute, Arbeiterräte und Betriebsvereinbarungen ohne Friedenspflicht.
  • Ziel ist der libertäre Kommunismus in Form der industriellen und kommunalen Selbstverwaltung durch ein föderalistisches, antistaatliches und antinationales Rätesystem.
  • Der kapitalistischen Globalisierung von oben setzen wir die globale Klassensolidarität von unten entgegen – die Arbeiterklasse hat kein Vaterland, der Kampf des Proletariats ist nicht nur international, er ist antinational.

Begriffsklärungen:

  • Bar|ri|kade – Straßensperre (die Barrikade verschließt die Straße, aber sie öffnet den Weg).
  • Syn|di|ka|lis|mus – Romanische Bezeichnung für revolutionäre Gewerkschaftsbewegung, ausgehend von der Charta von Amiens 1905 und der CGT in Frankreich; Ziel ist eine sozialistische Neugestaltung der Gesellschaft auf gewerkschaftlicher Grundlage durch föderierte autonome Gewerkschaften und deren lokale Zusammenschlüsse über Arbeitsbörsen. Aktuelle Vertreter sind die schwedische SAC, diverse italienischen Basisgewerkschaften wie Unicobas, die spanische CGT, die französische SUD Education und verschiedne andere, sie bilden auch die so genannte FESAL (Europäische Förderation Alternativer Gewerkschaften) und können nicht oder nicht mehr als revolutionär bezeichnet werden.
  • Unio|nis|mus – US-amerikanische Variante des revolutionärer Syndikalismus ohne eindeutige politische Ausrichtung. Ziel ist die eine einheitlich-zentralistische Organisierung aller Arbeiterinnen und Arbeiter in Industriegewerkschaften. In Deutschland seinerzeit die Allgemeine Arbeiter-Union. Derzeit vertreten durch die I.W.W., der Industrial Workers of the World aus den USA mit Mini-Sektionen in einigen anderen Ländern.
  • Anar|cho|syn|di|ka|lis|mus – Sozialrevolutionäre Bewegung auf gewerkschaftlicher Grundlage. Entstanden aus der Kombination von anarchistischen Zielen und revolutionärem Syndikalismus. Ziel ist der libertäre Kommunismus in unterschiedlichen Formen. International vertreten durch die spanische CNT, die deutsche FAU, die italienische USI und andere Sektionen der Internationalen Arbeiter-Assoziation, der IAA.
  • Die höchste Stufe des revolutionären Syndikalismus ist für die «Barrikade» der Anarchosyndikalismus, da seine Ziele die am weitestgehenden sind. Da wir mit dem revolutionären Syndikalismus und Unionismus auch die Ideologien und Organisationswelt des Links- und Rätekommunismus berühren, behandeln wir diesen Themenbereich allerdings nur in inhaltlich-ideologischer Abgrenzung und zur Aufarbeitung dieser gescheiterten Konzepte der revolutionären Arbeiterbwegung.

Barrikade – Streitschrift für Anarchosyndikalismus, Unionismus und revolutionären Syndikalismus erschienen

Posted in Uncategorized on Januar 12, 2009 by archivkr

Inhalt der Nullnummer #1 vom November 2008:

barrikade-1tb

Weiterlesen